Sie haben eigentlich keine Lust sich mit Geldanlage, Anlage-Entscheidungen, Zinssätzen, Dividenden, Märkten usw. zu beschäftigen möchten aber auch nicht nur irgendwie, irgendwo investieren und nicht irgendwem Ihr Geld anvertrauen ?

Sozial , ökologisch und verantwortungsvoll sollte es auch zugehen ? Dann können wir Ihnen wahrscheinlich weiterhelfen. Und eine kleine Übersicht ist ja auch nicht schlecht.

Hierzu kann unser Glossar vielleicht auch einen Beitrag leisten.Um allem voran mit dem Annahme „Aktien sind spekulativ, festverzinsliche Anlagen und Immobilien sind sicher“ aufzuräumen:

Ob eine Anlage sicher oder spekulativ ist hat nichts mit ihrer Klassifizierung (Aktien, Renten, Immobilien …) zu tun. Aktien können sicher sein, Immobilienanlagen können zur Pleite werden, festverzinsliche Anlagen wertlos. Die Antwort liegt unterhalb der Oberfläche…

Mit dem Kauf einer Aktie erwerben Sie einen Anteil an einem Unternehmen, Sie werden also zum Miteigentümer einer Aktiengesellschaft. … Wenn die Geschäfte des Unternehmens gut laufen, erhalten Sie als Miteigentümer eine Gewinnbeteiligung pro Aktie (Dividende), vergleichbar mit der Miete die ein Immobilien-Eigentümer einnimmt.
Bei Aktien mit Stimmrecht, haben Sie ebenso das Recht auf Hauptversammlungen bei Entscheidungen mit abzustimmen.

Eine Gruppe von gleichartigen Anlagen mit gemeinsamen Merkmalen bildet eine Anlageklasse. Angesichts der großen Vielfalt an Finanzinstrumenten erleichtert die Unterteilung in Anlageklassen den Überblick und ist eine erste Möglichkeit, um gezielt Anlagen auszuwählen.
Wichtige Anlageklassen sind Aktien, Anleihen, Immobilien, Geldmarktinstrumente und Rohstoffe. Innerhalb der einzelnen Anlageklassen sind weitere Unterteilungen möglich. Die meisten Investmentfonds investieren in eine bestimmte Anlageklasse, Mischfonds dagegen in mindestens zwei.

Eine Anlagestrategie oder auch Investmentstrategie ist die Vorgehensweise, das Konzept, bei der Geldanlage. Das Ziel lautet in den meisten Fällen, einen Gewinn zu erzielen, also der Aufbau eines Vermögens. Das gilt sowohl für Privatanleger als auch für institutionelle Anleger. Ein weiteres Ziel ist, wie dabei das Risiko möglichst gut zu steuern.

Akkordeon Inhalt

„Anlageverwalter“ und „Vermögensberater“


Der Finanzberater kümmert sich um alle Belange des privaten oder gewerblichen Kunden. Er berät von der Optimierung der Ausgaben, Risikoabsicherung bis hin zu Geldanlagen. Er ist Generalist und kein Spezialist.
Der Vermögensberater kommt historisch aus der Beratung vermögender Kunden bei einer Bank und wurde synonym zum Anlageberater verstanden. Da der mit Abstand größte deutsche Strukturvertrieb Deutsche Vermögensberatung (DVAG) seine 40.000 selbständigen Handelsvertreter „Vermögensberater“ nennt, wird der Begriff heutzutage häufig gleichbedeutend zum Finanzberater verwandt.
Für einen Strukturvertrieb kennzeichnent ist, dass ein Finanzberater weitere Finanzberater einstellen kann, die für ihn arbeiten. Die neu eingestellten Finanzberater geben Teile Ihrer Provisionen an den Einstellenden ab. Das starke Wachstum mit ungelernten Seiteneinsteigern in den 90er und 00er Jahren von DVAG und anderen Strukturvertrieben wie Tecis, AWD und Swiss Life haben stark dazu beigetragen, den guten Ruf von Vermögensberatern zu schädigen. Dies führte auch zu einer Neuordnung und fachlichen Zugangsbeschränkungen zu diesen Berufsfeldern.
Der Anlageberater kümmert sich vor allem um die Geldanlage von bestehendem Vermögen. Er ist Spezialist für Investments in Wertpapiere, Immobilien und weitere Vermögensklassen.
Grimm Kapitalanlagen ist kein Finanzberater, sondern Vermögensberater und vor allem Anlageberater. Der Begriff Finanzberater wird hier nur genannt, weil er oft von Kunden in der Google-Suche verwandt wird.
Kernkompetenz ist die Anlageberatung mit einer hochwertigen KWG-Regulierung. Warum Sie einen Geldanlage-Spezialisten einem Finanzberater vorziehen sollten, wenn Sie eine größere Summe investieren wollen, erfahen Sie hier.


Als Anlage- beziehungsweise Vermögensberater bezeichnen sich Vertreter von Finanzdienstleistern sowie freiberufliche und unabhängige Berater, ebenso Mitarbeiter von Brokerhäusern und Banken. Die Berufsbezeichnung ist gesetzlich nicht geschützt. Auch ein Sachkundenachweis ist nicht erforderlich.






Anlageverwalter: Ausführliche Definition im Online-Lexikon
die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten außerhalb der Verwaltung eines Investmentvermögens i.S. des § 1 I KAGB für eine Gemeinschaft von Anlegern, die natürliche Personen sind, mit einem Entscheidungsspielraum bei der Auswahl der Finanzinstrumente, sofern dies ein Schwerpunkt des angebotenen Produkts ist und zu dem Zweck erfolgt, dass diese Anleger an der Wertentwicklung der erworbenen Finanzinstrumente teilnehmen (Finanzdienstleistung i.S. des § 1 Ia 2 Nr. 11 KWG).

2. Der Tatbestand der Anlageverwaltung (gem. BaFin)
Damit der Tatbestand der Anlageverwaltung erfüllt ist, müssen folgende Merkmale vorliegen:
a) Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten
b) für eine Gemeinschaft von Anlegern, die natürliche Personen sind,
c) Entscheidungsspielraum bei der Auswahl der Finanzinstrumente,
d) Schwerpunkt des angebotenen Produktes,
e) Teilnahme dieser Anleger an der Wertentwicklung der erworbenen Finanzinstrumente.
Damit ist die Anlageverwaltung von erlaubnisfreien Geschäften durch die Art des Angebots abzugrenzen.

Bei der Anlageverwaltung steht demnach im Gegensatz zur Vermögensverwaltung die Verwaltung des Vermögens einer „Gemeinschaft von Anlegern“ im Vordergrund. Die Vermögensverwaltung bezieht sich regelmäßig auf das Vermögen einzelner Personen.

Anlageberater:  (auch Vermögensberater) Mit der Vermögensberatung befasste Person, selbständig oder angestellt. Anlageberater und Vermögensberater sind keine geschützten Begriffe.Bislang arbeiten die meisten sog. Anlage oder Vermögensberater auf Provisionsbasis,
was, anders als bei unabhängigen Honorar Beratern, zu Interessenkonflikten führen kann.

Beraten neben Anlage- und Vermögens-Fragen auch andere „Geld“-Themen wie Finanzierungen, Vorsorge / Altersversorgung oder Versicherungen. Auch dieser Begriff ist nicht geschützt

Arbeiten, genau wie unabhängige Vermögensverwalter, ausschließlich auf Honorar-Basis.
D.h. sie vermitteln keine Finanzprodukte gegen Provision was vor Interessenkonflikten schützt (der Berater hat keine Interesse daran ein Produkt zu vermitteln das eine höhere Provision verspricht als ein anderes weil er ausschließlich ein fest vereinbartes Honorar vom Kunden erhält).

Einsatz von Finanzinstrumenten zur Risiko-Reduzeirung

„long“ gehen, bedeutet auf steigende Kurse zu setzen

Wer „short“ geht, setzt auf fallende Kurse und versucht daran zu verdienen

„Der größte Kritikpunkt sind die fehlenden Ausschlusskriterien. Da keine Branchen ausgeschlossen werden, kann auch das nachhaltigste Unternehmen in einer absolut nicht-nachhaltigen und ethisch umstrittenen Branche, wie Atomstrom-Erzeugung, Öl- und Gas-Förderung oder sogar Waffenherstellung, ausgezeichnet werden. Ein klassisches Beispiel dafür ist BP (British Petroleum), dass als nachhaltigstes seiner nicht-nachhaltigen Branche gegolten hatte. Es war ‘Best-in-Class’ in der Ölbranche, bis dessen Ölbohrinsel Deepwater Horizon den Golf von Mexiko verpestete.
Der unter ‘Pro’ genannte Wettbewerb der Unternehmen kann auch zu Greenwashing führen. Das zeugt dann von einer grandiosen PR-Abteilung, aber unglücklicherweise nicht von wirklich nachhaltigen Handlungen. Denn ein grüner Anstrich reicht nun mal nicht“.
(Quelle: nachthaltig-investieren.com)

Unter ESG versteht man die Berücksichtigung von Kriterien aus den Bereich Umwelt (Environmental), Soziales (Social) und verantwortungsvolle Unternehmensführung (Governance).

Greenwashing oder Greenwash (englisch; wörtlich ‚grünwaschen‘, übertragen: ‚sich ein grünes Mäntelchen umhängen‘) ist eine kritische Bezeichnung für PR-Methoden, die darauf zielen, einem Unternehmen in der Öffentlichkeit ein umweltfreundliches und verantwortungsbewusstes Image zu verleihen, ohne dass es dafür eine hinreichende Grundlage gibt. Der Begriff spielt auf grün als Symbol für Natur und Umweltschutz und Waschen im Sinne von Geldwäsche oder sich reinwaschen an. Er kann als Analogiebildung zu whitewashing (englisch für schönfärben, übertragen: ‚sich eine weiße Weste verschaffen‘; Ableitung von whitewash für „Sumpfkalk“) im Deutschen auch als Grünfärberei übersetzt werden.

Ausschluss Kriterien können zB Atomkraft, Kinderarbeit oder Waffenproduktion (allgemein oder etwa im Detail wie der Ausschluss von Streubomben Herstellern) sein.
Positiv und Negativ – Kriterien können bei Anlageentscheidungen gegeneinander abgewogen werden. Wenn zB konkrete positive Kriterien wie „der Arbeitgeber zahlt grundsätzlich die Kindergartenplätze der Mitarbeiter-Kinder“ gegen negative wie „der Fuhrpark ist noch nicht komplett auf Elektromobilität umgestellt“ überwiegen.

Impact Investments sind Vermögensanlagen mit ökologischer und sozialer Wirkung. Das Besondere dabei: die Nachhaltigkeit wird in Zahlen ausgedrückt und ist damit eindeutig nachvollziehbar. Impact Investments bieten somit eine wirtschaftliche Rendite und messbare Nachhaltigkeit. Ein Unternehmen einen aktiven Beitrag durch selbst entwickelte Produkte leisten, wie „grüne Software“ die hilft den Energieverbrauch von großen Rechenzentren zu reduzieren oder Produkte die umweltfreundliche Produktion und Ressourcen- Schonung ermöglichen wie zB effektivere Dämmstoffe.


Definition

Die Sustainable Finance Disclosure Regulation ist eine EU-Verordnung, die ab dem 10. März 2021 in großen Teilen gilt.

Anforderungen

Finanzmarktteilnehmer und Finanzberater müssen ESG-bezogene Informationen zu ihren Finanzprodukten bereitstellen.

Bedeutung

Ziel ist es, die Transparenz über verantwortungsvolle Investitionen zu erhöhen und Investoren in die Lage zu versetzen, fundierte Investitions- entscheidungen auf der Grundlage von ESG-Faktoren zu treffen.

Funktionsweise
Die Produkte werden in 3 Kategorien
(„Artikel 9“, „Artikel 8“ und „Artikel 6“)
eingeteilt, basierend auf den ESG- Kriterien, die im Anlageprozess angewendet werden.

Artikel 6 entsprechende Fonds integrieren Nachhaltigkeit in keiner Weise in ihren Investmentprozess und könnten Aktien von gegenwärtig von ESG-Fonds ausgeschlossenen Unternehmen wie Tabak- oder Kraftwerkskohleherstellern halten. Solche Fonds dürfen in der EU zwar weiter verkauft werden, müssen aber klar als nicht nachhaltig gekennzeichnet werden. Deshalb könnte sich ihre Vermarktung schwierig gestalten, wenn sie nachhaltigeren Fonds gegenübergestellt werden.

Artikel 8 gilt, wenn „… mit einem Finanzprodukt unter anderem ökologische oder soziale Merkmale oder eine Kombination aus diesen Merkmalen beworben werden – sofern die Unternehmen, in die investiert wird, Verfahrensweisen einer guten Unternehmensführung anwenden.“

ESG Kriterien im Focus !

Artikel 9 umfasst Produkte, die auf maßgeschneiderte nachhaltige Geldanlagen abzielen, und gilt, wenn „… mit einem Finanzprodukt eine nachhaltige Investition angestrebt wird und … ein Index als Referenzwert bestimmt wurde.“

Nachhaltiges Anlageziel !

Nachhaltigkeitsrisiken werden berücksichtigt

Finanzinstrumente mit denen Chance und Risiken gesteigert oder reduziert werden können.

Seit dem 10. März 2021 gilt in der Europäischen Union eine Offenlegungspflicht für Finanzmarktakteure in Bezug auf die Nachhaltigkeit der Geldanlagen

Die Verordnung (EU) 2020/852 Taxonomie-Verordnung, Langname Verordnung (EU) 2020/852 des Europäischen Parlaments und des Rates vom Juni 2020 über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Verordnung (EU) 2019/2088, ist eine EU-Verordnung, die zum einen Vorgaben für nachhaltige Investitionen definiert und zum anderen die Offenlegungsverordnung ändert.
Die Verordnung enthält die Kriterien zur Bestimmung, ob eine Wirtschaftstätigkeit als ökologisch nachhaltig einzustufen ist (Taxonomie), um damit den Grad der ökologischen Nachhaltigkeit einer Investition ermitteln zu können. Sie ist ein zentraler Rechtsakt, der durch Förderung privater Investitionen in grüne und nachhaltige Projekte einen Beitrag zum Europäischen Grünen Deal leisten soll.[1]

Ein unabhängiger Vermögensverwalter  (oder neu-deutsch) Portfoliomanager verwaltet Ihr Vermögen aktiv nach Ihren Zielvorgaben (Rendite, Risiko, Zeitvorgaben, Nachhhaltigkeitskriterien usw.).

 

Zertifikate sind Wertpapiere, deren Preis von der Entwicklung ihrer Basis abhängt. Daher werden sie auch als Derivate bezeichnet. Es gibt eine Vielzahl von Basiswerten – zum Beispiel einzelne Aktien, Aktienkörbe, Rohstoffe, Währungen oder Indizes.

( Festverzinsliche Wertpapiere, „Bonds“)